Verkehrsunfall  - was nun?

Verkehrsunfall Düsseldorf

Nach einem Verkehrsunfall stehen die Beteiligten zunächst unter Schock. Nachdem der erste Schock überwunden ist, kommt jedoch erst das Schwierige auf die Teilhabenden zu. Wie regle ich den Unfall mit meiner Versicherung und was habe ich trotz Totalschaden für Möglichkeiten? Wie Sie versicherungstechnisch mit einem Unfall umgehen können, zeigen wir Ihnen in diesem Blogartikel.

Was muss ich versicherungsmäßig beachten?

Zunächst muss geklärt werden, wer in dem Unfall der Schuldtragende ist und wer nur darin verwickelt wurde. Jedoch wird geraten, dies nicht direkt an der Unfallstelle zu klären, da die Beteiligten meist unter Schock stehen und diese Angelegenheit nicht korrekt und objektiv beurteilen können. Nach einem Verkehrsunfall sollte gleich die Versicherung informiert werden. Zum einen, da solch ein Anliegen meist schnell geklärt werden möchte. Zum anderen besteht die Gefahr, dass die Versicherung nach einer Frist von einer Woche nicht den vollständigen Unfallschaden übernimmt.  

Zudem ist die Art der Versicherung relevant. In Extremfällen, wie einer vorsätzlichen Unfallverursachung oder Fahrlässigkeit, muss die Versicherung generell nicht greifen. Im Normalfall jedoch übernimmt die Vollkaskoversicherung den kompletten Schaden am eigenen und gegnerischen Fahrzeug. Der Unfallverursacher muss in jedem Fall eine Schadensmeldung gegenüber seiner Haftpflichtversicherung abgeben. Ist dieser nur teilkaskoversichert, wird der Schaden am eigenen Fahrzeug nicht von der Versicherung übernommen. Die Teilkaskoversicherung übernimmt lediglich Schäden, die durch Umwelteinflüsse verschuldet wurden. 

Der Geschädigte bekommt eine kostenfreie Unfallhilfe zur Verfügung gestellt, die ihm versichert, dass der komplette Schaden ordnungsgemäß repariert wird. Zusätzlich hat er die Möglichkeit, Anforderungen an die Haftpflichtversicherung des Schuldtragenden zu stellen.

Die 130-Prozent-Rechtsprechung

Wenn Ihr Fahrzeug durch einen Unfall einen Totalschaden erlitten hat, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Sie dieses nicht behalten können. Für solche Fälle gilt die 130-Prozent-Regelung. Kern dieser Regelung ist, dass der Geschädigte in bestimmten Fällen auch noch die Möglichkeit zur Instandsetzung seines verunfallten Wagens hat. 

Diese Regelung gewinnt immer mehr an Bedeutung, da das Durchschnittsalter der deutschen Fahrzeuge stetig ansteigt. Mit dem Alter eines Fahrzeuges fällt sein Wiederbeschaffungswert. Jedoch hängen einige sehr am eigenen Auto und verspüren den Wunsch, dieses selbst nach einem Totalschaden wieder instandsetzen zu lassen. Wenn die Reparaturkosten nicht höher als 30 % des Wiederbeschaffungswertes abzüglich des Restwertes liegen, greift diese Regelung. 

Seitens des Schädigers beziehungsweise Versicherers ist die 130-Prozent-Regelung eine eher ärgerliche Angelegenheit. Eine Reparatur im Zusammenhang mit der 130-Prozent-Rechtsprechung ist für den Schädiger finanziell belastender als eine reine Totalschadenabrechnung.

In Düsseldorf passieren aktuell 11,84 % mehr Unfälle als im Bundesdurchschnitt. Dadurch und durch das steigende Durchschnittsalter der deutschen Fahrzeuge, stellt die 130-Prozent-Regelung eine gute Alternative dar.